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Geschichte

Geschichte des Schlosses Steinhöfel

Das Herrenhaus, das noch heute den Hauptbau des Schlosses repräsentiert, wurde wohl
um 1730 erbaut und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet und erweitert.

Mit der Übernahme von Dorf und Gut durch die Familie von Massow kommt es ab 1790 zur einheitlichen
Anlage von Schloss, ausgedehntem Park, Dorfanger, Amtshaus und einigen Wohnhäusern
durch die Architekten und Baumeister David und Friedrich Gilly.

Steinhöfel wird damit zu den schönsten Adelssitzen in der Mark, vor Allem dank der englischen Parkanlage,
die vermutlich von Johann August Eyserbeck stammt. Der Oberhofmarschall Valentin von Massow prägt die
Dorfanlage von Steinhöfel grundlegend. Er gehörte der preußischen Akademie der Künste an
und wird später Intendant der Königlichen Schlösser und Gärten.

1794 weilten der Kronprinz ( später König Friedrich Wilhelm III. ) und seine Frau Königin Luise im gerade
fertig gestellten Schlossbau von Steinhöfel. Begeistert erteilen Sie daraufhin David und Friedrich Gilly den
Auftrag, in Paretz ein Schloß in eben diesem Stil eines märkischen Gutshauses
unter der Regie des Oberhofmarschalls von Massow zu errichten.

Um 1820 ist bereits manches mehrfach verändert worden, woran Karl-Friedrich Schinkel ( 1781-1841 )
Schüler von David Friedrich Gilly, zumindest bezüglich der Parkgestaltung beteiligt gewesen sein soll.

1840 gestaltet der erstgeborene Sohn, ebenfalls ein Valentin von Massow, das Schloß grundlegend um.

Der Hauptbau des bis dahin schlichten Landsitzes wird aufgestockt und die beiden äußeren risalitartigen
betonten Fassadenachsen mit zinnbekrönten Turmaufsätzen überhöht. Die Formgebung führt man auf die
aus den antinapoleonischen Kriegen rührende Beziehung des Bauherren zum Herzog Wellington zurück.

Das Bibliotheksgebäude in der Form eines griechisch-antiken Prostylostempels ist in seiner Architektur
sehr qualitätsvoll und bedeutend. Der Bau wird nach Fertigstellung Heimat einer herausragenden
Gutsbibliothek, die von Valentin von Massow angelgt wurde.

Insgesamt ist die ganze Anlage aus Pergola, Treppe und Balustrade über den See ein
beeindruckendes und gelungenes Ensemble der Romantik.

1759 tafelt Friedrich der Große unter der sogenannten Königseiche im Park des
Gutes Steinhöfel mit hohen Offizieren im Siebenjährigen Krieg kurz vor der Schlacht von Kunersdorf.

1862 trifft Theodor Fontane in Steinhöfel ein und findet die anerkennendsten Worte für den nach
englischem Modell angelegten Landschaftspark, den er als einen der schönsten der Provinz feiert.

1930 verkauft die Familie von Massow das Gut Steinhöfel an den Landwirt Rudolf Peine.

1945 wird der Gutsbesitzer Peine im Zuge der Bodenreform enteignet.

In den folgenden 50 Jahren wird das Schloß für Einrichtungen der Gemeinde genutzt.
Neben einer Arztpraxis werden der Kindergarten, eine Kinderkrippe,
die Gemeindeverwaltung und Wohnungen eingerichtet.

Im Jahr 2000 beginnen die Sanierungs- und Umbauarbeiten.
Im Dezember 2002 wird Schloß Steinhöfel als Hotel, Restaurant und Café eröffnet.